Holzoptik gibt es heute überall.
Auf Möbelplatten, Fußböden, Türen, Arbeitsplatten und sogar auf Kunststofffenstern. Eiche lässt sich drucken. Nussbaum lässt sich nachbilden. Eine Maserung lässt sich wiederholen, bis auf den ersten Blick kaum noch auffällt, dass sie nie gewachsen ist.
Aber Holz ist mehr als sein Aussehen.
Holz hat eine Oberfläche, die man fühlt. Es nimmt Wärme an. Es riecht. Es verändert sich mit dem Licht und mit den Jahren. Es trägt Spuren seines Wachstums in sich: ruhige und lebendige Bereiche, Äste, Farbunterschiede und manchmal kleine Unregelmäßigkeiten.
Kein Baum wächst zweimal gleich. Deshalb gleicht auch kein echtes Holzstück genau dem anderen. Selbst zwei Bretter aus demselben Stamm erzählen nicht dieselbe Geschichte.
Eine Maserung ist kein Muster
Bei einem Holzdekor wird die Maserung gestaltet und anschließend gedruckt. Sie wiederholt sich. Was wie ein natürlicher Verlauf aussieht, ist ein reproduziertes Bild.
Bei echtem Holz entsteht die Gestaltung nicht erst am Computer. Sie beginnt im Baum.
Die Jahresringe, die Wuchsrichtung und der Einschnitt entscheiden darüber, wie eine Fläche später wirkt. Ruhig oder ausdrucksstark. Gleichmäßig oder lebendig. Zurückhaltend oder beinahe bildhaft.
Unsere Aufgabe besteht deshalb nicht darin, irgendein Stück Holz auf eine Fläche zu bringen. Wir wählen aus, ordnen und fügen zusammen. Wir achten darauf, wie die Maserung über Türen, Schubkästen und angrenzende Flächen weiterläuft.
So entsteht aus einzelnen Teilen ein stimmiges Ganzes.
Auch Furnier ist echtes Holz
Furnier wird manchmal mit Holzdekor verwechselt. Dabei könnten die beiden kaum unterschiedlicher sein.
Furnier ist keine gedruckte Nachbildung. Es ist echtes Holz, das in dünne Blätter geschnitten wird. Seine Farbe, seine Poren und seine Maserung sind natürlich entstanden. Richtig ausgewählt und verarbeitet, ermöglicht Furnier besonders ruhige, zusammenhängende Holzflächen und eine sehr bewusste Gestaltung.
Massivholz und Furnier haben unterschiedliche Eigenschaften. Beides ist echtes Holz. Und beides setzen wir dort ein, wo es für das Möbel und den Menschen, der damit lebt, richtig ist.
Man spürt den Unterschied
Vielleicht lässt sich nicht jede Materialqualität auf einem Foto erkennen. Im Raum wird der Unterschied deutlicher.
Man sieht die Tiefe der Maserung. Man fühlt die Oberfläche. Man nimmt den Geruch des Holzes wahr, besonders dann, wenn ein Möbel neu ist oder eine Schublade geöffnet wird. Und man erlebt, wie selbstverständlich sich echtes Holz in einen Raum einfügt.
Nicht, weil es Natur nachahmt. Sondern weil es Natur ist.
Deshalb verwenden wir Holz nicht als aufgesetzte Dekoration. Wir nehmen es als Werkstoff ernst – mit seinen Möglichkeiten, seinen Eigenheiten und seiner Geschichte.
Holz ist kein Dekor.
Es ist ein Material fürs Leben.
Gute Gestaltung. Natürlich Holz. Ehrliches Handwerk.


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